In diesem Artikel möchte ich Dir erklären, warum Mangeldenken die Ursache für alle unserer psychologischen Leiden ist. Es ist ein Thema, welches ich schon oft in meinen Videos erwähnt habe.

Ich habe mir gedacht, dass dieses Thema ein separates Video verdient, weil es ein Thema ist, mit dem jeder Mensch etwas anfangen kann.

Ja, richtig gelesen: Meiner Meinung nach gibt es nur einen Grund für das Leiden: Und dieser Grund liegt im Glauben, dass uns etwas ganz Bestimmtes fehlt.

Unser Leiden hat seinen Ursprung also im Mangeldenken.

Bevor ich aber darauf genauer eingehe, möchte ich Dir zeigen, was es mit dem Leiden wirklich auf sich hat.

Was ist Leiden überhaupt?

Was passiert genau, wenn wir leiden?

Leiden ist die Distanz zwischen Deinem positionierten Selbst und Deinem wahren Selbst.

Mit positioniertem Selbst meine ich die Ansicht, durch die Du gerade etwas Bestimmtes betrachtest:
Deine Perspektive, aus der Du etwas siehst; Deine Definition einer Sache.

 

Dein Verlangen ist gut.

Viele glauben, dass das Verlangen nach gewissen Dingen der Grund für alles Leiden ist. Dies ist aber nicht wahr.

Verlangen an sich beinhaltet kein Leiden.

Das Problem sind nicht das Verlangen oder die Wünsche, die wir haben, sondern der Glaube daran, dass Mangel existiert.

Also: Die Wurzel allen Leidens ist demnach Mangeldenken.

Was denken denn viele Menschen, wenn in ihnen ein Verlangen auftaucht: „Oh, das ist mit Schmerz verbunden, weil ich nicht immer alles haben kann, was ich will; und wenn ich das nicht haben kann, was ich will, dann ist mein Verlangen schuld an dem unangenehmen Gefühl, das ich habe.“

Und so passiert es, dass wir unser Verlangen dann negativ beurteilen und dann auch unterdrücken.

Verlangen ist aber die Quelle zur Verbindung mit unserem wahren Selbst.
Dein höheres Selbst kommuniziert durch Dein Verlangen mit Dir.

 

Verlangen ist das, was Dich befreien will.

Verlangen ist also nicht das Problem, sondern die Lösung.

Wir filtern dieses Verlangen nur durch die Idee von Mangel und glauben tief in uns, dass wir nicht haben können, was wir wünschen: Es ist nicht möglich, es ist nicht hier, es fehlt, es konnte sich so oder so nie völlig verwirklichen.

Wahrscheinlich glauben wir auch an Mangel an Möglichkeiten und auch daran, dass wir dies oder jenes verdient haben.

Dann sagst Du vielleicht: „So vieles hat mich schon inspiriert, aber ich bin nicht würdig.“

Das alles ist Mangeldenken; und das hat rein gar nichts mit der Energie vom Verlangen zu tun.

Verlangen an sich ist frei, es ist Leidenschaft, es ist unsere Telefonleitung zu unserem wahren Selbst.

Dein Verlangen ist das, was Dich durch Dein Leben leitet.

 

Mangel ist nicht möglich.

Die Wahrheit ist: Mangel ist etwas, was NICHT existiert und im ganzen Universum nicht existiert.

Deswegen ist es auch so schmerzhaft, wenn man daran glaubt.
Wäre Mangel etwas, was wirklich wahr wäre, dann würde es sich gut anfühlen, an diesen Mangel zu denken.

Leiden entsteht also, wenn Du an etwas glaubst, was nicht wahr ist.

Wenn wir uns ganz weit von unserem Selbst positionieren.

Wenn wir an Mangel in jeder Form glauben, ziehen wir uns zusammen: Wir fühlen Schmerz, wir fühlen uns verletzt und wir leiden, eben weil es keine wahre Tatsache der Existenz ist. (In meinem Artikel über die fünf Gesetze der Schöpfung gehe ich genauer darauf ein).

Ganz egal, wie Dein Szenario aussieht; egal, wie Deine Eltern Dir beigebracht haben, gewisse Erfahrungen zu etikettieren. Es ist egal, wie die Leute um Dich herum diese Erfahrungen etikettieren würden.

Mangel ist eine grundsätzliche Unmöglichkeit. Alles abgesehen vom Mangel ist möglich; und dies ist eine universelle Wahrheit.

Wenn Du also an Mangel glaubst, trägst Du eine Schwingung der Unmöglichkeit mit Dir herum: Etwas was mit Deinem wahren Selbst nicht im Einklang ist. Und das ist auch ein Grund, warum wir uns oft einfach blockiert fühlen.

 

Die Idee des Mangels:

Ein Gefühl, das immer wieder auftaucht und in uns die Idee des Mangels hervorruft, ist unsere Tendenz, auf die Außenwelt zu schauen. Je nachdem was da auftaucht, das entscheidet dann, wie wir uns fühlen.

Wir neigen dann sehr schnell dazu zu sagen: „Hmmm dieser Apfel ist nicht hier, sondern dort.
Dieser Apfel ist nicht in meiner Hand, sondern in der Hand eines Anderen. Er ist nicht hier!“

Unsere physische Realität inspiriert die Idee, dass Mangel tatsächlich existiert.

Also aufgrund der physischen Realität neigen wir dazu, Mangel zu definieren; und das machen wir eigentlich permanent: wir schauen auf die Umstände und definieren dann unseren Mangel.

Unser Fokus sollte aber mehr und mehr nichtphysisch orientiert sein.

Warum?

Weil die nichtphysische Realität viel näher am Einklang mit unserem wahren Selbst ist.

 

Die nichtphysische Realität

Je mehr Du also physisch orientiert bist, desto mehr fokussierst Du Dein Bewusstsein auf nur diesen einen physischen Ausschnitt, diese eine einzelne Konfiguration von Energie, welche mit allen anderen unendlichen Konfigurationen von der Realität  co-existiert.

Du siehst also nur diesen einen Ausschnitt und beziehst dann auch noch Deine Antwort von diesem einen Ausschnitt.

DU lässt Dir davon Deine Wirklichkeit diktieren.

Mein Rat ist also folgender: Schaue nicht auf Deine Umstände und definiere dann, ob Du Mangel hast oder nicht.

Wisse, dass auf nichtphysischer Ebene – auf der Existenzebene -, auf einer zeitlosen Ebene alle Möglichkeiten bereits existieren. Sie co-existieren. Wann auch immer Du Deine Frequenz änderst, änderst Du buchstäblich die Realität, in der Du bist.

Plötzlich gleitest Du in eine Realität, wo zwei Äpfel existieren; oder es ergibt sich eine Gelegenheit, die Du vorher nicht empfangen konntest. Aber eben weil Du Dich in die Natur Deines wahren Selbst eingewählt hast, gerätst Du in den Reichtum Deines wahren Selbst.

In diesem Zustand der Freiheit, in diesem Zustand der Liebe und des Überflusses hast Du Dein Selbst in eine alternative Wirklichkeit positioniert – sogar physisch! -, die plötzlich alle Erfüllungen anbietet, die Du Dir wünscht. Und das einfach, weil Du Dein Glück unabhängig von Umständen und unabhängig davon, was andere Leute Dir gesagt haben, ausgewählt hast.

 

Umstände definieren keinen Mangel, wir tun es!

Mit anderen Worten: Wenn Du Deinen Apfel jemandem gibst, dann erzählst Du Dir die Geschichte, dass Dir nun ein Apfel fehlt. Die Umstände an sich erzählen aber nicht diese Geschichte. Wenn Du Deinen Apfel jemandem gibst, heißt es nicht automatisch, dass Dir nun etwas fehlt; es sei denn: Du definierst es so.

Es ist, was auch immer Du glaubst, dass es ist. Wie auch immer Du Deine physische Realität definierst, so wirst Du sie auch erleben.

Wenn Deine Definitionen immer darin verwurzelt sind, dass etwas Bestimmtes fehlt, etwas mangelt und etwas  nicht perfekt ist oder etwas falsch ist: Dann generierst Du eine Menge Leid für Dich, mein Freund, weil Du Dich mit dieser Definition sehr weit von Deiner Kernfrequenz positionierst. Du leidest, weil Du die Distanz fühlst, dass Du Dich weit von „zuhause“ entfernt hast; und Du willst nun zurück.

Also: wann immer etwas passiert, was die Idee von Mangel in Dir hochlädt, sieh Dich selbst, wie Du diese Situation etikettierst. Schau wie im Beispiel mit dem Apfel, ob der Apfel zu Dir spricht und ob er Dir sagt: „Oh, ich gehöre Dir nicht länger“.

Wenn Du nämlich genau hinsiehst, dann erlebst Du immer nur Deine Bewertung der Dinge und niemals die Dinge an sich.

 

Keine Gedanken – kein Leiden:

Wenn Du gedanklich komplett still wärst, also keinerlei Gedanken oder Wörter im Kopf hättest, würdest Du dann immer noch Mangel empfinden, wenn Dir jemand Deinen Apfel wegnimmt oder wenn jemand Dein Geld wegnimmt?

Mit null Gedanken, würdest Du auch null Mangel empfinden.

Ich sage hier nicht, dass Gedankenlosigkeit die Antwort ist. Ich zeige Dir hier einfach anhand des Beispiels der Gedankenlosigkeit, dass wir das erleben, was wir definieren: Und wenn nichts mehr definiert wird, dann leiden wir auch nicht mehr.

Umstände definieren keinen Mangel, wir tun es!

Was ich hier sagen möchte:  Selbst wenn die Dinge so scheinen, als würden sie fehlen, kannst Du eine andere Definition bilden: Du kannst anfangen zu sehen, dass dies nicht wahr ist. Du kannst Dich immer und jederzeit, egal wie das Szenario aussieht, für die Perspektive der Fülle entscheiden und aufgrund dieser Ausrichtung wirst Du immer daraus etwas für Dich ziehen können.

Es ist keine vorgegebene Definition in einer Situation. Wenn dem so wäre, dann würde es Dir ständig an irgendwas mangeln.
Im Moment z.B. fehlt Dir eine Gabel in der Hand, aber Du definierst das nicht so: Du „leidest“ nicht, weil Dir jetzt etwas fehlt.

Warum?

Weil es nicht relevant ist.

Warum?

Weil es für Dich momentan nicht von Bedeutung ist, eine Gabel in der Hand zu halten.

Das ist ein klarer Beweis dafür, dass die Abwesenheit von Dingen nicht wirklich Leiden verursacht. Erst Deine Definition generiert Dein Leid.

 

Deine Definition verursacht Dein Leiden.

Wie gesagt: Wenn Mangel wirklich Leiden verursacht, dann müsstest Du permanent leiden, weil Dir permanent etwas fehlt.

Schau also in Zukunft, wie Du Situationen bewertest und welche Etikettierungen Du den Dingen gibst; und schau, ob Du Dein Leiden mit einer anderen Definition verwandeln kannst.

Vielleicht hört sich das alles für Dich auch zu leicht an, weil Du schon seit so vielen Jahren leidest und es für Dich einfach nicht so einfach gehen kann.

Lass mich Dir hier etwas sagen, was ein sehr guter Lehrer einmal zu mir gesagt hat:

Der einzige Grund, warum wir an einer negativen Ansicht festhalten ist, weil wir innerlich glauben, einen Nutzen davon zu haben. Wenn Du Dir klarmachst, dass es nicht so sein muss und dass es auch ohne Drama geht und dass Positivität der Weg zum gewünschten Ziel ist: Dann wird Dein Leben sehr viel leichter. Das verspreche ich Dir!

Meine Botschaft in diesem Artikel ist also: Du musst nicht mehr länger leiden.

Diese Erkenntnis befreit Dich von dem Leiden. Die einzige Frage, die Du für Dich klären musst:

Erlaubst Du Dir, dass es so einfach für Dich sein darf?

Mache Dir darüber mal Gedanken 😉

Halte Dir immer vor Augen, dass Du die Wahl hast, wie Du eine Situation bewertest: Du kannst es auswählen!

Ich hoffe, dieser Artikel hat für Dich einen Sinn ergeben und hat Dich auch dazu angeregt, Situationen in Zukunft anders zu bewerten.

Gruß Andreas